NRW braucht ein Literaturinstitut!

Unsere argumente


NRW braucht ein LiteraturInstitut,

weil es in NRW möglich werden muss, das Romanhandwerk, das Schreiben von Gedichten, das Verfassen von Theaterstücken in Meisterklassen zu lernen und einen akademischen Abschluss darin zu erwerben. In allen anderen Kunstsparten bietet NRW längst professionelle Ausbildung: An Kunst-, Musik- und Medienhochschulen werden BildhauerInnen, Regisseure, KomponistInnen von Künstlern und Künstlerinnen ihres Fachs ausgebildet; nur für SchriftstellerInnen fehlt diese akademische Ausbildungsmöglichkeit bisher.

NRW braucht ein LiteraturInstitut,
weil NRW ein Medienland ist mit zahlreichen Verlagen, Rundfunk- und Fernsehanstalten, Literaturfestivals, Gruppierungen von Literaten, von Bloggern und von Literaturzeitschriften und Literaturhäusern. Das LiteraturInstitut und die in NRW angesiedelten öffentlichen und privaten Literaturproduzenten würden zum gegenseitigen Nutzen ihre ökonomische wie ästhetische Entwicklung vorantreiben können.

NRW braucht ein LiteraturInstitut,
weil ein solches Institut, wie es die bundesweit einzigen Beispiele Leipzig und Hildesheim zeigen, immer wieder herausragende AbsolventInnen hervorbringt. Bei jedem Auftritt eines Absolventen des LiteraturInstituts NRW auf einem der zahlreichen Festivals und bei den vielen Wettbewerben, z.B. beim Bachmann-Wettbewerb oder beim „open mike“, würde für das Institut und damit für das Bundesland NRW geworben.

NRW braucht ein LiteraturInstitut,
weil ein solches Institut dem literarischen Leben entscheidende Impulse zu geben vermag. In seinem Umfeld werden von den Studierenden Literaturzeitschriften und -festivals angeregt und selbst organisiert. Sie geben der literarischen Szene im bevölkerungsreichsten Bundesland Lebendigkeit und Anziehungskraft.

NRW braucht ein LiteraturInstitut,
weil es ein klares Signal sendet, dass kluge literarische Köpfe in NRW eine lebendige und innovative Ausbildungs- und Schaffensszene vorfinden.

 Unsere Forderung

Der LiteraturRat NRW, der Zusammenschluss der wichtigsten literarischen Verbände und Einrichtungen Nordrhein-Westfalens, fordert daher die Schaffung eines LiteraturInstituts NRW:

Angebunden an eine wissenschaftliche oder künstlerische Hochschule wird in B.A./B.F.A.- und M.A./M.F.A.-Studiengängen „Literarisches Schreiben“ gelehrt. DieLehrenden müssen pädagogisch befähigte Schriftsteller sein – es soll nicht Literaturwissenschaft gelehrt werden. Idealerweise bietet es im Rahmen von Graduiertenstudien intensive Textarbeit mit geladenen Gastautoren an. So vereinigt sich dann unter einem Dach, was sonst jeweils nur das Deutsche Literaturinstitut in Leipzig und das Literarische Colloquium in Berlin anbieten. Eine solche Kombination wäre einzigartig und würde dem LiteraturInstitut NRW zu einem weithin strahlenden Alleinstellungsmerkmal verhelfen.